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Nagelpilz – Antworten auf die 10 häufigsten Fragen

Nagelpilz ist eine der am weitesten verbreiteten Nagelerkrankungen, die Menschen aller Altersgruppen betrifft. Obwohl häufig als rein kosmetisches Problem wahrgenommen, kann Nagelpilz auch schmerzhaft sein und zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen, insbesondere bei Personen mit geschwächtem Immunsystem.

In diesem Beitrag geben wir Antworten auf die zehn häufigsten Fragen, die im Zusammenhang mit Nagelpilz gestellt werden:

1. Was versteht man unter Nagelpilz?

Nagelpilz (= Onychomykose) ist eine Infektion der Nagelplatte – meist mit Dermatophyten, seltener mit Hefe- oder Schimmelpilzen. In den meisten Fällen dringt der Pilz von distal nach proximal – also von außen nach innen – in die Nagelplatte ein. Wenn bereits Hohlräume unter dem Zehennagel vorhanden sind, haben die Pilzerreger besonders leichtes Spiel.

2. Wie kann man Nagelpilz erkennen?

Meist fallen Verfärbungen der Zehennägel – je nach Erreger eher weiß oder gelblich – unter oder auf der Nagelplatte auf. Ohne Behandlung wird der Nagel zunehmend zerstört, auch eine Ablösung vom Nagelbett ist möglich. Im Endstadium kennt wohl jede:r die bröckeligen, gelb-bräunlich oder schwarz verfärbten Nagelplatten, die an eine holzige Oberfläche erinnern. Oft ist dadurch das Nagelwachstum gestört – der Fußnagel wächst eher in die Dicke als in die Länge oder gar nicht mehr.

3. Ist eine ärztliche Abklärung notwendig?

Da ein bakterieller Befall ähnliche optische Symptome zeigen kann, sollte unbedingt eine ärztliche Abklärung erfolgen. Auch Hauterkrankungen, die keine infektiöse Ursache haben, wie zum Beispiel Psoriasis können Nagelverfärbungen verursachen. Mit Hilfe einer Pilzkultur kann der Erreger durch den Arzt exakt bestimmt werden. Wichtig! Die Patient:innen dürfen einige Wochen vor dem Test kein Antimykotikum aufgetragen haben. Entscheidend ist auch, dass die Nagelprobe an der richtigen Stelle entnommen wird.

4. Gibt es Risikogruppen, bei denen Nagelpilz besonders häufig auftritt?

Zu den wichtigsten Risikogruppen, bei denen Nagelpilz häufig auftritt, zählen Sportler:innen, Diabetiker:innen, ältere Menschen und Patient:innen mit Angiopathien (= Erkrankungen der Blutgefäße). Auch das Tragen ungeeigneter Schuhe (falsche Passform, Sicherheitsschuhe) über einen langen Zeitraum hinweg kann den Nagel dauerhaft schädigen und das Risiko für einen Nagelpilzbefall erhöhen. Ebenso können wiederkehrende Hautpilzerkrankungen die Entstehung eines Nagelpilzes begünstigen.

5. Wie können Nagelpilzerkrankungen effektiv behandelt werden?

Über die effektivste Behandlung entscheiden immer der optische Befund und der Erregernachweis. Egal, für welche Behandlung sich Podolog:innen entscheiden, es ist oberstes Gebot, das gesamte befallene Nagelmaterial abzutragen. Dies sollte in kurzen Behandlungsabständen erfolgen, damit die angewendeten antimykotischen Präparate besser wirken können. Die Behandlung kann nur dann zum Erfolg führen, wenn auch die Patient:innen aktiv mitarbeiten, also die verordneten Mittel konsequent anwenden. Ein zusätzlich bestehender Hautpilz sollte nicht vernachlässigt werden. Oftmals wird dieser nicht mitbehandelt und unter ungünstigen Bedingungen infiziert sich der bereits gesunde Nagel erneut mit den gleichen Erregern. Auch die Schuh- und Strumpfhygiene spielt eine wichtige Rolle. Atmungsaktive Socken und Schuhe oder das Tragen von Zehensocken sind empfehlenswert. Absolutes No-go: Schuhe barfuß zu tragen.

6. In welchen Fällen ist eine systemische Behandlung notwendig?

Systemisch heißt so viel wie „den ganzen Organismus betreffend“. Mit systemischer Behandlung ist die Einnahme von Medikamenten gemeint, durch die sich der Wirkstoff im ganzen Körper ausbreitet. Diese kommt immer dann in Betracht, wenn mehr als 50 Prozent eines Zehennagels oder mehr als drei Zehennägel befallen sind. Hinzu kommen Patient:innen, bei denen eine lokale Therapie aufgrund fehlender Mobilität nicht möglich ist. Die systemische Behandlung ist eindeutig ärztliches Gebiet. Auch eine Kombination von systemischer und lokaler Behandlung ist möglich.

7. Wie lange dauert in der Regel eine Nagelpilzbehandlung?

Eine Nagelpilzbehandlung erfordert viel Geduld. Im Regelfall dauert sie so lange, wie der Zehennagel zur gesamten Erneuerung benötigt. Man kann von etwa einem Jahr ausgehen.

8. Mit welchen Methoden kann eine Ansteckung in der Praxis (Kreuzkontamination) vermieden werden?

Um die Ansteckungsgefahr in der Podologiepraxis zu vermeiden, sind alle Flächen, die kontaminiert wurden, einer korrekten Wischdesinfektion zu unterziehen. Die Instrumente werden desinfiziert und sterilisiert, Einmalmaterialien sofort entsorgt. Es ist sinnvoll, bei der Behandlung Einmalschürzen zu tragen, um das anfallende Nagelmaterial möglichst sicher entsorgen zu können. Der Behandelnde sollte sich selbst schützen, indem er Mundschutz und Handschuhe trägt. Bei der mechanischen Abtragung ist ein Absauggerät mit höchster Absaugleistung zu verwenden. Die gesunden Zehennägel werden durch Abdecken geschützt, kranke Zehennägel desinfiziert und erst am Schluss behandelt, um das Infektionsrisiko zu minimieren. Ein verletzungsfreies Arbeiten ist enorm wichtig, denn schon kleinste Verletzungen oder Risse können neue Eintrittspforten für die Pilzerreger schaffen!

9. Welche präventiven Maßnahmen schützen vor Nagelpilz?

Die beste Vorbeugung ist ein gut durchbluteter, gepflegter und nicht zum Schwitzen neigender Fuß. Schuhwerk, welches die Füße „atmen“ lässt, Luft, Licht und Sonne, wann immer es geht, sind die besten Voraussetzungen, um den Fuß pilzfrei zu halten. Mangelhafte oder auch übertriebene Fußhygiene führen zur Anfälligkeit von Haut und Nagel und schaffen ideale Voraussetzungen für einen Pilzbefall. Sollte eine Verletzung am Nagel vorliegen – die typische Eintrittspforte für Pilzerreger -, so lohnt es sich, täglich zu desinfizieren, jeden zusätzlichen Druck zu vermeiden und gegebenenfalls eine Podologiepraxis zur Abklärung aufzusuchen.

10. Welche Präparate sind für die Mitbehandlung durch die Patient:innen zu empfehlen?

Präparate mit Spirulina-Alge, täglich angewendet, sind nebenwirkungsfrei und helfen bei der lokalen Therapie sehr gut. Bewährte Produkte sind die peclavus PODOmed Spirulina Lotion (Hautpilz) und der peclavus PODOmed AntiMYX-Protectorstift (Nagelpilz). Häufig finden auch medizinische Nagellacke wie Batrafen oder Loceryl Anwendung. Es geht jedoch vor allem darum, den Nagel so zu bearbeiten, dass der Pilz sich nicht mehr wohlfühlt. Dabei ist auch die Ursachenforschung eine wichtige Säule. Bleiben die Bedingungen am und um den Fuß bestehen, so kann das beste antimykotische Mittel nicht wirken.

Mehr zum Thema Nagelpilz lesen Sie hier.

In ihrem neuesten Video beschäftigt sich auch die Podologin Elisabeth Prinz mit dem Thema Pilzerkrankungen. Der Fokus liegt dabei auf dem klassischen „Fußpilz“, der an der Fußhaut, häufig im Zehenzwischenbereich, auftritt. Erfahren Sie mehr zu Ursachen, Rikofaktoren, Behandlung und Vorbeugung – und verpassen Sie nicht Elisabeths wertvolle Praxistipps. Jetzt reinklicken!

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