Ergonomie – mehr als nur ein Wort | Warum gesundes Arbeiten in Ihrer Hand liegt

Bis zu zehn Stunden täglich, rund 1.800 Stunden im Jahr, arbeiten Sie als Podologe oder Fußpfleger an den Füßen der Patienten. Die wichtigsten „Instrumente“ sind dabei Ihre Hände. Die konzentrierte Arbeit am Fuß erfordert viel Kraft und Ausdauer, welche auch die Muskulatur von Armen, Schultern und Nacken beansprucht. Gebückte Haltung und anstrengende Handarbeit fordern ihren Tribut: Verspannungen, Hand-, Arm- und Rückenschmerzen sind häufig. Langfristig drohen bleibende Schäden wie das gefürchtete Karpaltunnelsyndrom. Doch durch ein bewusstes und ergonomisches Arbeiten mit den Händen lässt sich dem entgegenwirken.

Unsere Hände sind ein anatomisches Meisterwerk. Kraftvoll zupacken oder feinstes Garn einfädeln – alles ist ihnen möglich. Die Hand besteht aus 27 Einzelknochen, über 30 Muskeln und Sehnen, Nerven und Blutgefäßen. Durch ihre filigrane Bauweise mit dünnen Knochen und wenig schützendem Muskel- und Fettgewebe sind die Hände leicht verletzlich. Die tagtägliche, hohe Beanspruchung führt häufig zu verschleißbedingten Beschwerden. Kein Wunder, denn im Laufe unseres Lebens werden die Finger rund 25 Millionen Mal gebeugt und gestreckt.

In der Fußpflege und Podologie beanspruchen Sie Ihre Hände in besonderem Maße. Neben dem Verletzungsrisiko durch scharfe Instrumente kann diese Belastung im schlimmsten Fall zu verschiedenen Krankheitsbildern führen:

  • Das Karpaltunnelsyndrom entsteht durch permanente Überlastung oder Druck auf die Nervenbahnen vom Unterarm zur Hand. Frauen sind durch ihre oft schmaleren Handgelenke drei- bis viermal häufiger betroffen als Männer. Der Medianus-Nerv, der die sensorischen und motorischen Fähigkeiten der Hand steuert, wird dabei durch den verengten Karpaltunnel am Handgelenk eingeklemmt. Das wiederum kann zu Kribbeln, Taubheitsgefühlen und Schmerzen in Daumen und Fingern und zu weiteren Schädigungen führen.
  • Arthrosen sind typische Verschleißerscheinungen an den Knorpeln der Knochenenden und können an jedem Gelenk auftreten. Meist ist das Daumensattelgelenk betroffen.
  • Tendovaginitis, besser bekannt als Sehnenscheidenentzündung, macht sich vor allem durch ziehende, stechende Schmerzen im Bereich des Handgelenks und der Finger bemerkbar.

 

Um langfristig die Entstehung solcher Probleme und Krankheitsbilder zu verhindern, ist es für jeden Fußpfleger und Podologen umso wichtiger auf ein ergonomisches Arbeiten zu achten.

Eine Frage der Haltung

Die Arbeitshaltung im Sitzen ist eine Herausforderung für Hand-, Arm-, und Rückenmuskulatur. Um Folgeschäden vorzubeugen lohnt es sich deshalb, beim Kauf von Instrumenten, Arbeitsstuhl und Behandlungsliege auf ergonomische Aspekte größten Wert zu legen. Ein Arbeitsstuhl, der das dynamische Sitzen fördert, eine Liege, welche die Behandlung auch im Stehen ermöglicht – das sind die Basics für einen ergonomischen Praxisalltag.

Eine wichtige Haltungsfrage ist auch die der Hände und der Instrumente. Beide Hände sind gefragt, denn eine stützt, während die andere arbeitet. Wir empfehlen Ihnen, dabei immer eine „runde Armhaltung“ einzunehmen, mit der Arme und Handgelenke geschont werden. So ist ein entspanntes Arbeiten von der Seite, zum Beispiel mit dem Kopfschneider beim Kürzen der Nägel möglich. Mit der linken Hand stabilisieren Sie gleichzeitig den Zehenbereich.

Bei Arbeiten im Ecken- und Nagelfalzbereich sollten Sie als Behandler möglichst dicht vor dem Fuß sitzen. Eine schlanke Eckenzange macht die präzise und kontrollierte Schnittführung leichter. Unterstützend kann dabei die linke Hand zur Fixierung von Fuß und Zehen zum Einsatz kommen.

Bei besonders feinen und sensiblen Arbeiten mit Skalpell oder Nagelinstrument sollten Sie mit dem sogenannte Präzisionsgriff arbeiten. Das Instrument wird dabei mit Daumen und Zeigefinger wie eine Pinzette gehalten. So lassen sich Arbeiten ausführen, bei denen eine hohe Präzision gefragt ist, und zum Beispiel auch kleinere Instrumente kontrolliert fassen.

Sicherer Halt und optimale Kraftübertragung

Auch die Wahl der Instrumente kann einen entscheidenden Einfluss auf die Belastung der Hände haben. RUCK hat hier mit der Entwicklung einer eigenen Instrumentenserie mit ergonomischen Griffen einen innovativen Beitrag geleistet. Die einzigartige Trapezform der Griffe sorgt bei den RUCK Trapez Instrumenten für eine gleichmäßigere Druckverteilung auf Finger und Innenhand:

Bisher waren bei Zangen und Instrumenten gerundete Griffprofile üblich. Das Problem: Die Greifhand liegt entlang der Schenkel nur an einer haardünnen Fläche auf. Auf diese kleine Fläche muss bei jeder Aktion immense Kraft ausgeübt werden, während der Löwenanteil der Anstrengung buchstäblich ins Leere greift. Bei den patentierten RUCK Trapez-Griffen sind die Schenkel breiter und an den Außenseiten abgeflacht, sodass sich der Druck auf eine größere Fläche verteilt. Die Hand hat so mehr Auflagefläche und kann effizienter zupacken. Durch die exakt berechneten Schenkelradien wird die Kraft optimal auf die Schneiden übertragen. Jeder Schnitt geht leicht und präzise von der Hand – Fehlbelastungen gehören der Vergangenheit an!

  • Gleichmäßige Druckverteilung an Fingern und Innenhand
  • Instrumente richten sich an der Handhaltung aus
  • Kein Verrutschen, kein Nachgreifen nötig
  • Besondere Ausformung der Schenkelradien für eine optimale Kraftübertragung
 

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Alles im Griff

Ob beim Abtragen von Hornhaut, beim Entfernen von Hühneraugen oder Bearbeiten von verdickten und mykotischen Nägeln – ein Fußpflegegerät ist unentbehrlich für Ihre tägliche Arbeit in der professionellen Fußpflege. Besonders das Handstück sollte in Hinblick auf Größe, Gewicht und Form perfekt in Ihrer Hand liegen. Es sollte nicht zu schwer sein, was zum Beispiel bei der Verarbeitung von Aluminium der Fall ist. Ideal ist eine schlanke, an die Hand angepasste Form mit der sowohl die Obergriffhaltung für die Bearbeitung von Flächen, als auch die Federhalterhaltung für feine Arbeiten problemlos möglich ist. Nur so kann ein sicheres und ergonomisches Arbeiten sichergestellt werden.

Fazit: Schützen Sie Ihre Hände! Nicht nur durch Handschuhe und Handhygiene. Das ergonomische Arbeitsumfeld, Mobiliar, Behandlungsliege, Arbeitsstuhl und vor allem handgerechte Instrumente sowie das Fußpflegegerät bilden ein Gesamtkonzept für ein leichteres und ergonomischeres Arbeiten. Die Hände als Ihre beiden wichtigsten „Instrumente“ sollten es Ihnen wert sein. Gerne beraten wir Sie, wie Sie Ihre individuelle Arbeitssituation ergonomisch verbessern können.

Bei Rückfragen zur ergonomischen Ausstattung Ihrer Praxis oder Interesse an einem individuellen Beratungstermin – auch live per Video – steht Ihnen unser Team der Kundenberatung gerne zur Verfügung.

fon +49 (0)7082.944 22 33
e-Mail kundenberatung@hellmut-ruck.de

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